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Ein Bündel Worte über Kalender

Über unseren Kalender:

Über die Julianische Datierung und den Gregorianischen Kalender:

Den Julianischen Kalender hatte im Jahre 46 vor Kristus Gaius Iulius Caesar als Pontifex Maximus eingeführt (die Bezeichnung „julianisch“ ist also vom zweiten Namen Caesars – Julius abgeleitet; der Kalender konnte nur vom Hohepriester, dem Pontifex Maximus geändert werden – und Caesar war Hohepriester). Die so genannte Julianische Reform bestand darin, dass ab dieser Bestimmung jeweils jedes vierte Jahr als Schaltjahr mit 366 Tagen pro Jahr galt. Da jedoch auch dieser Kalender nach einigen Jahrhunderten immer mehr von festen astronomischen Daten wie zum Beispiel den Sonnenwenden und den Tagundnachtgleichen abwich, führte Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 einen neuen Kalender ein (den bis heute gültigen, nach ihm „Gregorianischer Kalender“ benannten Kalender), indem die Tage vom 5. bis zum 14. Oktobers des Jahres 1582 im Kalender einfach übersprungen wurden (auf den 4.10. folgte unmittelbar der 15.10.), seit jener Zeit haben diejenigen Jahrhundertjahre keinen Schalttag, deren Zahl dividiert durch 400 keine Natürliche Zahl ergibt (Schaltjahre sind demzufolge nur Jahre, die durch 400 teilbar sind).
Dieser Kalender verursachte bei der Berechnung von Zeiten und Zeitperioden jedoch neue Probleme und machte ihn in diesen Zusammenhängen äußerst unübersichtlich. Deshalb schlug der französische Astronom Joseph Justus Scaliger (1540-1609) vor, die Chronologie nicht nach den ungleich langen Jahren zu berechnen, sondern entsprechend der einzelnen Tage. Als Basisdatum zu dieser Datierung setzte er den 1. Januar des Jahres 4713 v. Chr. fest, oder anders ausgedrückt, den 1. Januar des Jahres minus 4712. Dieses Zählsystem bezeichnete er als julianisch (zu Ehren des Autors des Julianischen Kalenders - Julius Caesar) und das Ergebnis ist die Zahl des Julianischen Tags, also die aufsteigende Zahl des gegenständlichen Tags im Kalender ab der hypothetischen Jahreszahl des 1. Januar des Jahres 4713 v. Chr. Mit dieser Entdeckung kam er dem System des Maya-Kalenders überraschend nahe, die im damals nahezu unbekannten Mittelamerika schon mehr als zwei Jahrtausende lang fehlerfrei funktioniert hatte. Bald darauf stieß man auf die Tatsache, dass man bei Zeitberechnungen um das Geburtsjahr von Jesus Christus oder darüber hinaus immer zu fehlerhaften Ergebnissen gelangte, da im Dezimalsystem, in dem unsere chronologischen Daten heute verzeichnet werden, um die Geburtszeit Jesu Christi herum jeweils immer das Null-Jahr fehlt. Auf diese Probleme reagierten als erstes die Astronomen und auf Anregung des Direktors des Pariser Observatoriums, Cassini, beschloss man im Jahre 1740 (heute schreiben wir das Jahr 2004 und den Saturn kreist die Weltraumsonde "Cassini"!), dass das Jahr, das dem „ersten Jahr nach Christi Geburt“ vorangeht, als Jahr „Null“ bezeichnet wird und dass sowohl in der astronomischen, als auch historischen Zeitrechnung die Jahreszahlen „vor Christi“ mit einem Minuszeichen versehen werden, was zur Folge hat hat, dass sich die Jahre vor Christi jeweils um eine Einheit verringern: so wird aus dem Jahr 256 v.Chr. das Jahr -255.
Wie aus diesem kurzen Abriss hervorgeht, bekam unser Kalender sein heutiges Aussehen im Verlauf von nahezu zwei Jahrtausenden. Wenn die Mayas an ihrem Kalender ebenso lange gearbeitet haben, was mehr als wahrscheinlich ist, müssen sie schon irgendwann um das Jahr 2500 v. Chr. ernsthaft damit begonnen haben, wobei sie schon über ein hoch entwickeltes mathematisches System verfügten - ihr 20er Zählsystem, das unter Berücksichtigung des Sonnenjahres leicht modifiziert für die Berechnung der Zeit benutzt wurde.

Über das in Europa verwendete Nummernsystem:

In Europa schrieb man unter dem Einfluss der römischen Kultur römische Zahlen (also im Prinzip eine komplizierte Darstellung mit Hilfe von Buchstaben: I=1, V=5, XIV=14, XVIII=18, XIX=19, IL=49), sowohl der Begriff 0 (Null), noch das Stellenwertsystem waren unbekannt. Die römischen Zahlen lassen sich überhaupt nicht in Stellenwertsystem schreiben – daher die schicksalhafte Abwesenheit der Null und der positionellen Darstellung von Zahlen in der europäischen Mathematik bis ins Mittelalter hinein. Uns heute geläufige Jahreszahlen mit einer Null am Ende schrieb man dazumal in Buchstaben: das Jahr 10 entsprach dem Jahre X in römischen Zahlen, Jahr 50=L, Jahr 100=C, Jahr 500=D, Jahr 1000=M. Versuchen sie einmal in römischen Zahlen zu addieren, zu subtrahieren, zu multiplizieren oder zu dividieren… Die älteste Erwähnung von arabischen Zahlen ist im Codex Vigilanus aus dem Jahre 976 n. Chr. zu finden. Im Jahre 1275 wurde in Frankreich ein Manuskript veröffentlicht, das eine Abhandlung über Algebra von Leonardo von Pisa (Fibonacci) popularisierte. Diese Abhandlung ist jedoch von den Lehren des arabischen Wissenschaftlers Muhammed ibn Musa Alchwarizmi abgeleitet, der in den Jahren von 780 bis 850 n. Chr. lebte.
Erst die Kenntnis und die Einführung der Null zusammen mit den arabischen Ziffern und die Stellenwertschreibweise im Dezimalsystem, die das christliche Europa erst nach dem Jahre 1300 n. Chr. von der Moslemkultur übernahm, ermöglichten einen Aufschwung der Mathematik und der anknüpfenden Wissenschaften, wie der Astronomie und Astrologie.

Vom Beginn unserer Zeitrechnung:

Der Beginn unserer Zeitrechnung wurde erst im Jahre 525 n. Chr. vom römischen Mönch namens Dionysius Exiguus, von Geburt Skythe, bestimmt. Dieser hatte bei der Zusammenstellung von Ostertafeln festgestellt, dass man zur Zeitberechnung einen festen Ausgangspunkt braucht. Und so bemühte er sich darum, die Zeitrechnung im Jahr der Reinkarnation Christi - „ anni ab incarnatione Domini Jesu Christi“ – also im Jahr der „Auferstehung“ Christi zu verankern, als Christus 33 Jahre alt war. Von diesem Basisjahr wurden dann alle Jahre „nach Christi Geburt“ abgeleitet. Das sind jedoch ziemlich komplizierte Rechnereien und chronologische Beziehungen, aber Tatsache ist, dass das Jahr 1 nach (der Geburt) Christi das erste Jahr nach dem Jahr darstellt, in dem Christus angeblich geboren wurde. Das ist im Einklang mit der astronomischen Zeitrechnung, bei der das eigentliche Geburtsjahr Christi auf das Jahr 0 (Null) fällt, es liegt auf der Hand, dass Christus nicht ein Jahr vor seiner Geburt geboren werden konnte (also 1 v. Chr.), obschon er als Teil Gottes wohl auch dazu fähig gewesen wäre. Und Dionysius Exiguus konnte selbstverständlich den Beginn der Zeitrechnung nicht auf eine Null festlegen, weil ihm dies im System der römischen Ziffern gar nicht möglich war. Oder sollte Christus in einem Jahr geboren worden sein, dass es gar nicht gab? Also im Jahr von Christi Geburt, das es nicht gibt? Hat Jesus Christus überhaupt gelebt, wenn nicht einmal sein Geburtsjahr existierte? Sicher - als Teil von Gott hätte er dies.

Hier hätte ich gern Einwände gegen die Schlussfolgerungen von Frau Marie Bláhová in der nachstehend auf Seite 331 erwähnten Publikation vorgebracht. Noch vor hundert Jahren wurde die Jahrhundertwende im Augenblick des tatsächlichen Umbruchs gefeiert, also in dem Moment, in dem die Jahreszahl 1900 erschien – und dies war der 1. Januar 1900. So lernten wir das damals in der Schule und auch unsere Eltern dachten da nicht anders.
Darüber, wie es mit der Jahrhundertwende wirklich gehandhabt wurde, muss es doch Zeitungsberichte geben, und dies sowohl von der Wende vom Jahr 1899 zum Jahr 1900, als auch vom Jahr 1900 zum Jahr 1901!

Ich selbst kann mich gut an den Augenblick erinnern, als wir mit Kameraden in Pacov darüber plauderten, wie schön es doch wäre, das nächste Jahrhundert miterleben zu können und dabei stellten wir uns immer diejenige Jahrhundertwende vor, in der gleichzeitig das neue Jahrtausend beginnen würde, wo statt der Eins (1999) die Zwei (2000) erscheint! Damals, gegen Ende des grausamen Zweiten Weltkriegs, denn wir erleben mussten und überleben durften, war dies eine ziemlich gewagte, wenn nicht dreiste Hoffnung.
Aber, siehe da! Im Jahre 2000 kommen die Amerikaner urplötzlich mit einer Werbekampagne für eine andere Jahrhundert- und Jahrtausendwende. Alle bisherigen Wahrheiten nehmen jäh ein Ende (leben wir doch im Zeitalter der Postmoderne), und neue Wahrheiten brechen an! Feiern wir den Eintritt ins neue Jahrtausend noch einmal! Am 1. Januar 2001! Welch ein Riesengeschäft! Dies bedeutet jedoch, das nicht nur ich, sondern sogar auch Christus ein Jahr älter ist, als wir beide zu feiern hätten! Und das zwanzigste Jahrhundert dauerte sage und schreibe 101 Jahre!

Ein kurzer Vergleich der Glaubensprinzipien

Ein kurzer Vergleich der Glaubensprinzipien aus der Beobachterposition eines Extra Terestrial, also eines Außerirdischen, der alles aus der Vogelperspektive betrachtet und von jedem Glauben annähernd das gleiche weiß:

Ich schreibe hier von einem "Teil Gottes", weil das Christentum angeblich eine Religion mit nur einem Gott ist. Aber dieser eine Gott ist in Wirklichkeit drei Götter, dazu kommen noch die Jungfrau, die offensichtlich inseminiert wurde, um den Sohn zu gebären – und weitere Hunderte Heilige und selig Gesprochene. Um ein paar zig heidnischer Götter aus der Welt zu schaffen, mussten Millionen „Heiden“ ermordet werden, um letztendlich einen monotheistischen Kult aufzutischen, der ein Vielfaches derjenigen Gottheiten enthält, die von den unterjochten Heiden angebetet wurden.
Die Christen beten den Vater, den Geist und den Sohn als einzigen Gott an, durch dessen Anbetung im Prinzip ein Mord im Mittelpunkt steht, ferner die Jungfrau Maria, Hunderte von Heiligen, den Heiligen Jakobus nicht ausgeschlossen. Im Namen der beiden letztgenannten Bestandteile des christlichen Gottes wurden die ursprünglichen Einwohner beider Amerikas nahezu ausgerottet. Das Morden „im Namen der Mutter mit Kind in den Armen“ musste für die Indianer von Mittelamerika im 16. Jahrhundert ebenso unfassbar sein, wie es für einen Außerirdischen wäre und wohl auch für einen normalen Menschen des 21. Jahrhunderts ist. Im Namen des St. Jakobus von Compostela wurden dann die Mauren (Moslems) ausgerottet. So gesehen überrascht es nicht, dass die Marterung Christi Symbol des Christentums ist. Die Christen sollten nicht vergessen, dass ihr Symbol nur durch reinen Zufall ein Kreuz wurde, und nicht etwa ein Galgen, ein Block mit der Axt, ein Fallbeil, eine Garotte, ein elektrischer Stuhl oder zersplitterter Kopf des Christus durch einen Gewehrschuss. Diesen Zufall verdanken die Christen dem damaligen Hinrichtungsbrauch im Ort. Nur er bestimmte, welche Art des Mordes zum Symbol des Christentums wird.
Gestehen wir doch ein, dass Mel Gibsons Film „Die Passion Christi“ wegen der drastischen blutigen Szenen so populär geworden ist und nicht etwa einer mystischen Übersinnlichkeit oder einer besseren Definition der Gründe wegen, warum der Mensch eher an einen so präsentierten christlichen Gott glauben sollte, statt an einen anderen Gott.
Deshalb ist das Christentum auch in der Gegenwart so anziehend: Christi Wunden bluten fort und fort. Amen.

(Und wenn ein Christ im Bemühen um eine Glaubensdebatte und auf die Frage nach den Wurzeln und Prinzipien seines Glaubens keine andere Antwort als „Halleluja, Jesus liebt dich" kennt, braucht er sich nicht zu wundern, dass er als Antwort vielleicht den Ausruf „Allah akbar (Gott ist groß)"bekommt, eventuell begleitet vom Schlag des Kinschal in den Schädel – auch wenn beide eigentlich über das Gleiche sprechen wollten - um den Glauben an Gott. Aber in unserer Welt des 20. Jahrhunderts wurde Glauben durch Fanatismus ersetzt, der überall zu einigen wenigen handfesten Worten oder Losungen zusammenschrumpft, die wir in Tschechien bis zur Neige auskosten durften: Zuerst "Heil Hitler" und "Sieg Heil" , dann "Hoch die Arbeit" und "Es lebe die Kommunistische Partei". Diesen Absatz habe ich unter dem Eindruck einer äußerst aggressiv geführten christlichen Kampagne (Jesus liebt dich) eingefügt, die auf dem Budìjovice-Platz unter Einsatz einer massiven Tontechnik stattfand, sodass ich von diesem bolschewistisch-propagandistischen Gebrüll in Kaèerov aufgewacht, dem Schall folgend, an dessen Quelle am Budìjovice-Platz angekommen bin. Stattgefunden am 24.6.2004 ab zirka 16:00 bis 17:00 Uhr. Um dort in dem echt terroristischen christlichen Gebrüll mittels Megaphon festzustellen, wie barmherzig der christliche Gott sei. Ich bin froh, dass ich als Heide, und ungläubiger Hund mit dieser Art Barmherzigkeit nichts gemein habe.

Und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe,
und wie eines Töpfers Gefäße soll er sie zerschmeißen,
wie ich von meinem Vater empfangen habe.
(Heilige Schrift, Offenbarung Johannes 2-27)

Der Islam, auch eine monotheistische Religion, kennt nur einen Gott - Allah. Darüber hinaus aber auch den Schaitan, oder Satan, den er sich leichthin als Amerikaner vorstellt. Und er kennt Engel, wie zum Beispiel Dschabril (Gabriel) und die Propheten, wie z.B. Jesus. Tatsache - der Islam anerkennt Jesus als Propheten. Der Islam war vor allem aber Träger von Kultur, Spitzenwissenschaft und religiöser Toleranz. Selbstverständlich hat der Islam neue Gebiete erobert, aber relativ lange bewahrte er in Spanien und im Osmanischen Reich den anderen Religionen gegenüber Toleranz. Um in der Gegenwart ein Abtriften seiner Gläubigen zu verhindern und einer fortschreitenden Säkularisierung entgegenzutreten, öffnete er mit Fundamentalismus und Terrorismus alle Schleusen zu einem Meer von Blut. Und die Moslemfrauen in ihren schwarzen Habits gieren nach weiteren Hektolitern Blut „im Namen des barmherzigen und mitleidsvollen Gottes“ (bismi lláhí r´rahmání r´rahímí). Alláh akbar.

Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht.
Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten.
(Koran, Sura 2, Verse 186/190)

Auch der Glaube der Indianer aus Mittelamerika vor Kolumbus ließe sich als monotheistisch bezeichnen. Sie beteten den „Einzigen Gott in Pluralform“ an, auf Mayisch „HUNAB KU“ (HUN=Ziffer eins, -AB=Endung, die anzeigt, dass es sich um den Plural handelt, KU=Gott). Sie sahen Gott in allem was sie umgab, weil alles, was sich in der Welt des Himmels, auf Erden und in der Unterwelt befand, von göttlichem Wesen war – alles in allem war nur ein einziger Gott. Und alle anderen weiteren uns bekannten Namen von Gottheiten waren nur Metamorphosen und Personifizierungen dieser Grundgottheit und Beweis für dessen Allgegenwart. Charakteristisch für den Glauben der mittelamerikanischen Indianer ist der Glaube an das Prinzip der Dualität. Nichts ist nur weiß oder schwarz. Bei allem ist immer eine Polarität gegenwärtig: Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Schwert (Krieg) und Blume (Poesie), Annahme von Nahrung und Ausscheiden von Nahrung, Licht und Dunkel, Hitze und Kälte, Liebe und Hass, Mann und Frau, Leben und Tod – jeweils gepaart und sich gegenseitig durchdringend. Auch diese Gegensätze sind im Einklang mit der Auffassung eines einzigen Gottes und gerade diese notwendige Koexistenz dieser Extreme bestätigt die Empfindungen und die Auffassung der Mayas in Bezug auf Gottes Allgegenwärtigkeit in ihrer Einzigartigkeit und Alleinigkeit.
Aber auch hier wird der Glaube mit Blut versiegelt. Es ist nicht nötig, sich hier weiter über Praktiken wie das Herausreißen pochender Herzen, und das Herabwerfen der blutenden Leiber an den Wänden der Pyramiden zu verbreiten.

Blühender Tod kam herab
Sank herab bis auf die Erde
Tod wird gemacht in Tlalpallan
vorbereitet von unseren Nächsten,
die mit uns leben und hierher wandeln.
Ohuaya ca yancayo
(aus dem Lied von Axayacatl)

Über den Maya-Kalender

Den Maya-Kalender bilden drei selbstständige Zyklen:
1) den sog. Long Count,
2) Tzolkin oder die Heilige Runde,
3) Haab oder Vage Jahr (Sonnenzyklus).

1) Long Count

Es sei vorangesetzt, dass die Mayas ein abweichendes Rechensystem verwendeten, als wir es kennen und zwar ein 20er Zählsystem. (Sie gingen davon aus, dass sie insgesamt 20 Finger und Zehen haben). Die Verwendung der Null war ihnen ebenso geläufig, wie das Stellenwertsystem, wobei sie die Ziffern der einzelnen Ordnungen übereinander schrieben. Die Eins wurde als großer Punkt dargestellt, die Fünf als dicker Strich, die Null in Form einer liegenden Muschel, fast wie eine liegende Null von heute, in den Handschriften wurde die Null oft rot vermerkt (die Maya-Ziffern sind auf der Titelseite der Kalender abgebildet, aus einer Faksimile der Dresdner Mayahandschrift - Codex Dresdensis).
Die Olmeken und Mayas kannten dieses mathematische System mindestens tausend Jahre vor Christus und wendeten es an.
Zu Zeitberechnungen modifizierten sie ihr 20er Zählsystem zum heute als Long Count bekannten System um (Einzelheiten siehe nachstehend).
Long Count ist im Prinzip die Anzahl der verflossenen Tage ab dem Anfangsdatum der Maya-Zeitrechnung, verzeichnet in einem dazu modifiziertem 20er Zählsystem, in der sich die Einheit der zweiten Ordnung (360) der Länge des Sonnenjahres (365) auf fünf Tage nähert. Dieser Fehler, der sich hauptsächlich in der Verschiebung des gleichen Haab-Datums in eine andere Jahreszeit bemerkbar macht, dies jedoch erst nach Jahrzehnten, ist für die Altersbestimmung im Rahmen eines Menschenlebens nahezu gegenstandslos. Ein Mensch im Alter von 52 Jahren laut Sonnenjahr-Haab ist auch laut Long Count genauso alt, nämlich 52 Tuns (52 Jahre von 360 Tagen), nur mit der Differenz von einem Tzolkin, also 260 Tagen – und was sind schon 260 Tage in einem Alter von 52 Jahren?!

Und gerade diese 52 Jahre, d.h. 18 980 Tage, stellten einen weiteren wichtigen Zeitzyklus dar. Es ist das kleinste gemeinsame Vielfache von 260 und 365 und das Ergebnis steht für den Calendar Round, zu Deutsch "Kalenderrunde". Im Prinzip stellt dies ein Menschenleben dar. Erst nach Ablauf dieses Zeitraums konnte im Maya-Kalender wieder die gleiche Kombination von Tzolkin und Haab erscheinen, wie zum Beispiel 4 Ahau 8 Cumhu. Aber da habe ich ein schon wenig vorgegriffen.

Das von den Mayas für die Zeitberechnung modifizierte 20er Zählsystem im sog. Long Count sieht folgendermaßen aus:

1 Kin 1 Tag
1 Uinal20 Kin20 Tage
1 Tun18 Uinal360 Tage
1 Katun20 Tun7 200 Tage
1 Baktun20 Katun oder 400 Tun (Jahre) 144 000 Tage
1 Piktun20 Baktun oder 8 000 Tun2 880 000 Tage
1 Calabtun20 Piktun oder 160 000 Tun57 600 000 Tage
1 Kinchiltun20 Calabtun oder 3 200 000 Tun115 2000 000 Tage
1 Alautun20 Kinchiltun oder 64 000 000 Tun23 040 000 000 Tage

12.19.11.0.15  3 Men 3 Kayab 12.19.11.0.15  3 Men 3 Kayab

Ein verzeichnetes Datum im Long Count kann demzufolge so aussehen: „12.19.11.0.15“ (12 Baktuns, 19 Batuns, 11 Tuns, kein Uinal, 15 Kins), oder 1 868775 Maya-Tage. Zur schriftlichen Darstellung des 20er Zählsystem in unserem Dezimalsystem wird als Trennsymbol der einzelnen Ordnungen ein Punkt verwendet.
In unserem Kalender gibt es kein Äquivalent zu dieser Maya-Zahl, die in ihrer Null-Ordnung genau die Anzahl der verflossenen Tage bestimmt und in der zweiten Ordnung offenbart, wie viel Tun, also Jahre mit 360 Tagen vergangen sind. Wenn man noch einmal einen Blick in die Long Count-Tabelle wirft, stellt man folgendes fest: wenn man die beiden ersten Ordnungen der Maya-Kalendersystems außer Acht ließe (Null-Ordnung: Kin –Tag und erste Ordnung: Uinal - Monat), gewinnt man das Datum in Tun (Jahren von 360 Tagen): „12.19.11.“, das wir in unserer Chronologie als Jahr „2004“ begreifen könnten. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Maya-Datum im modifizierten 20er Zählsystem ihren Beginn der Zeitrechnung im Jahr 3113 vor Christi Geburt hat und unsere Zeitrechnung im Dezimalsystem mit dem ersten Jahr nach Christi Geburt als dem Beginn des Zeitalters rechnet.
Long Count lässt sich mit unserer Zahl des Julianischen Tags vergleichen, die Zahl des Juliananischen Tags sagt jedoch nichts über die Anzahl der vergangenen Jahre aus.
Auf der Abbildung links ist das komplette Datum zu sehen, also die Angabe im Long Count „12.19.11.0.15“, ergänzt um die Angabe im Tzolkin „3 Men“ und im Haab „3 Kayab“ in der sog. Maya-„Schreibschrift“, auf der Abbildung rechts dann das gleiche Datum in Maya-„Druckschrift“.

2) Tzolkin

Er umfasst einen Zyklus von 260 Tagen und wird mitunter auch „Mutterschaftszyklus“ genannt, da er in seiner Länge der Entwicklung des Embryos von der Empfängnis bis zur Geburt nahe kommt. Es ist eine Kombination von Ziffern von 1 bis 13 und 20 Tagesnamen, das ergibt insgesamt eine Zahlen-Namen-Kombination von 260 Tagen. Ein verzeichneter Tag könnte als so aussehen: „3 Men“. Mit ein bisschen Phantasie könnte man Tzolkin in unserem Kalender mit den Wochentagen vergleichen, die den Namen eines Heiligen tragen, z.B. Dienstag - „St. Matthias“.

3) Haab

Dies ist ein Jahr von 365 Tagen, gebildet von 18 Monaten (die Monate haben Namen und sind nicht in Ziffern dargestellt) von jeweils 20 Tagen, nummeriert von 0 bis 19, und die sog. 5 „namenslosen Tage“ des Monats Uayeb, in der Sprache der Azteken „nemontemi“, die von 0 bis 4 nummeriert sind. Eine Inschrift im Haab könnte dann so aussehen: „3 Kayab“. Da auch wir ein ähnliches System benutzen, nur dass die Mayas mit zwanzig Tagen pro Monat auskamen, statt unserer zirka 30 Tage, könnte sich das Äquivalent dieses des Haab-Datums in unserem Kalender wie der „24. Februar“ darstellen.

Ergänzende Daten, sog. Secondary Series und Supplementary Series, die manchmal auf Stelen oder in Handschriften aufgeführt sind.

Die Mayas ergänzten ihre Kalenderdaten mitunter durch weitere Angaben, zum Beispiel um Information über die Position des Tages im mystischen neuntägigen Unterwelt-Zyklus (Bolontiku), Angaben über das Alter des Monats (von der Nova) und über weitere Positionen in den rituellen Zyklen, z.B. die Position und das Alter der Planeten Venus oder Mars.

Eine wichtige Angabe war die sog. "Ring Number" ("Ringnummer"), eine in eine Art Seilschlinge mit Schleife geschriebene Zahl, die in den Handschriften rot verzeichnet ist. Diese Zahl bestimmte die korrekte Position des Tages im Jahr. Wie aus dem oben Dargelegten hervorgeht, konnte Haab mit seiner konstanten Anzahl von 365 Tagen nicht die Tagesposition, z.B. von „Neujahr“ 0 Pop, zur gleichen Jahreszeit einhalten, da er sich alle vier Jahre um nicht ganz einen Tag verspätete. Die eingekreiste Ringnummer diente so zur Aussage der präzisen Position des Datums im Jahr. Beim Vergleich von Maya-Daten an Stelen, Tempelaltären und in erhalten gebliebenen Handschriften, die eine Ringnummer für verschiedene Zeitperioden enthielten, machte man eine überraschende Entdeckung: Die Mayas verfügten schon in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends nach Christi über einen genaueren Kalender, als wir ihn heute haben.

Beginn der Maya-Zeitrechnung

Die Mayas gingen bei ihrer Zeitrechnung von einem konkreten Basisdatum aus – dem Datum vom 0.0.0.0.0 4 Ahau 8 Cumhu, eine Angabe, die auch als Datum 13.0.0.0.0 4 Ahau 8 Cumhu erscheint. Da dieses Datum von 3114 vor Christus in tiefster Vergangenheit liegt, meinen die Wissenschaftler, dass es die Mayas hypothetisch rückwirkend bestimmt haben müssen, denn der Kalender in seiner gesamten Komplexität sei erst viel später erarbeitet worden.

Ein Wort dazu, wie die Mayas ihre Daten aufzeichneten

Die Mayas verzeichneten ihre Daten in Hyroglyphenschrift auf Holz, Stein (dieser Rubrik lassen sich auch die Inschriften auf Keramik, Schmuck aus Jadeit, Bein zuordnen) und nicht zuletzt in ihren Büchern.

Für die Maya-Schrift sind von Anfang an zwei verschiedene Schreibformen der Inschriften und Schriftstücke charakteristisch, die auch uns heute geläufig sind: die „Druck- und die Schreibschrift“.

Die sog. Druckschrift verwendeten sie bei in Stein gemeißelten oder in Holz geschnitzten Inschriften (Steinstelen, Holzaltäre oder Türstürze aus dem Steinholz Zapote), während sie bei Vermerken in Büchern die Schreibschrift verwendeten – geschrieben mit einem Pinsel oder einem angespitzten Stück Holz oder Schilfrohr, dass in verschiedene Farben getaucht wurde. Diese beiden Maya-Schriftformen sind in etwa so unterschiedlich wie unsere Druck- und Schreibschrift. Auf meiner Seite habe ich zur Transformation unseres Datums in das Maya-Datum mit Absicht die Form „Schreibschrift“ gewählt, da diese einfacher und aussagekräftiger ist, als die „Druckschrift“, die zur Darstellung von Ziffern und mathematischen Ordnungen (Baktun, Katun, Tun usw.) verschiedene Seitenansichten von Gesichtern und komplizierte Hyroglyphen benutzt. Die Ureinwohner des heutigen Mittelamerika stellten ihre Bücher aus der Rinde des Baumes Ficus cotonifolia L. her, die sie zu Papier verarbeiteten, das sie anschließend mit Kalk tränkten. Das Ergebnis war eine Mischung von Malerleinwand und Kreidepapier. Aus diesem Material stellte man dann anschließend so etwas wie ein Leporello her (unsere Kinder werden solche Ziehharmonikaartigen Faltbüchlein sicher kennen), auf denen dann beidseitig verschiedenste Angaben und Ereignisse eingetragen wurden. Die thematische Skala der Bücher war breit gefächert. So gab es mathematische und kalendarische Aufzeichnungen, astronomische Angaben wie Tabellen über Mond- und Sonnenfinsternisse, Tabellen über heliakische Venusauf- und -untergänge, Mars- und Merkurphasen. Einige Bücher enthielten die Genealogie verschiedener Erscheinungsformen der Gottheit, zusammen mit Geschichten von Herrschergeschlechtern, anderswo wiederum Buchungsvermerke über Tributentrichtungen und Steuereinnahmen, wieder andere befassten sich mit philosophischen Betrachtungen, mit Politik und Ethik, oder mit Poesie.

Bischof Diego de Landa sagte hochtrabend: „Ich habe von diesen teuflischen Büchern ganze Berge, so hoch wie ihre Pyramiden aufgehäuft und zu Asche verbrannt“. Etwas später musste er dann aufwendig Angaben für die spanische Krone über das Land zusammenzuklauben, das er vorher gebranntschatzt, zerstört und nahezu ausgerottet hatte. Auf diese Weise verschaffte er sich das Monopol zum Verfassen des einzigen ausführlichen Buches über das eroberte Land: „Relación de Las Cosas de Yucatán“ . (Er und die anderen katholischen Priester bedeuteten für die Indianer von Mittelamerika, und nicht nur für sie, eine größere Katastrophe, als Hernán Cortés der gnadenlose Eroberer).

Von der ungeheuren Anzahl der Maya-Bücher vor Kolumbus sind nur 3 – in Worten: „drei“ – übrig geblieben:

1) Codex Tro-Cortesianus, oder Codex Madrid (56 Blätter),
der im 19. Jh. in Madrid aufgefunden wurde und der aus zwei Teilen besteht. Der umfangreichere Teil war in Besitz von Senor Juan de Tro y Ortolano, der kleinere im Besitz von Senor José Ignacio Miró, der ihn Codex Cortesianus nannte. Der Kodex befindet sich nun im Museum für Archäologie und Geschichte in Madrid.
2) Codex Peresianus, oder Codex Paris (12 Blätter),
aufgefunden in einem Abfallkorb in der Bibliothéque Nationale im Jahre 1860 und eingepackt in Papier, auf dem das Wort PEREZ stand. Der Kodex befindet sich bis heute in der Bibliothéque Nationale in Paris.
3) Codex Dresdensis, Dresden Codex, (39 Blätter)
aufgefunden im Jahre 1739 in Wien, wo er dem Bibliothekar der Königlichen Bibliothek Dresden gewidmet wurde, der sich zufällig in Wien befand. Der Kodex befindet sich bis heute in der Landesbibliothek Dresden. Es ist das besterhaltene, umfangreichste und wohl auch inhaltsreichste Buch, das uns aus der vorkolumbischen Ära bewahrt geblieben ist. Deren Faksimile wurde im Jahre 1962 in Berlin in einer begrenzten Auflage herausgegeben (siehe unten).

Die Abbildungen auf den Seiten der Kapitel des Kalenderbündels stammen aus dem Dresdner Codex.

Über die Korrelation der Maya-Datierung

Die Korrelation ist eine Formel oder Ziffer, welche die Wechselbeziehung zwischen unserem und dem Maya-Kalender ausdrückt. Es die Zahl, mit deren Hilfe die Beziehung zwischen der Nummer des Julianischen Tags und der Zahl des Maya-Tags laut Long Count bestimmt wird. Über die Bestimmung der Korrelation ließen sich ganze Bände schreiben. Leider – die Augenzeugen der großen Konfrontation zweier Kulturen, wie wir heute die amerikanischen Ureinwohner und die europäischen Eindringlinge bezeichnen, sowohl auf Seiten der Spanier, als auch der Indianer, haben uns zu wenig detaillierte und eindeutige Fakten hinterlassen, die man heute über jeden Zweifel erhaben miteinander vergleichen könnte.
So wurde gleich eine ganze Reihe von Korrelationen entwickelt, zum letzten Meinungsstreit kam es um die Korrelationen von Spinden-Makemson (489138) und Goodman-Martinez-Thompson (584285). Die Korrelation von Spinden-Makemson verschiebt die ganze Maya-Geschichte gegenüber der GMT-Korrelation um zirka 260 tiefer in die Vergangenheit. Heute wird im Allgemeinen eher die zweite, GMT genannte Korrelation anerkannt, die jedoch einige Wissenschaftler noch um zwei Tage korrigieren.
Hier sei erwähnt, dass die Korrelation laut Spinden-Makemson chronologisch durch die Resultate von Altersbestimmungstests nach der C14-Methode gestützt wird. Mit diesem Test prüfte W.F. Libby zum Beispiel die datierten Holzaltarfriese in Palenque, sowie hölzerne Türstürze in Yaxchilán oder Tikál. Die Resultate dieser Test stehen im Widerspruch zur GMT-Korrelation und schließen spätere Korrelationen mit einer Zahl von 600000 und höher völlig aus. Aus diesem Grunde werden diese Korrelationen, z.B. die Böhm-Korrelation (622261) nicht mehr in Umrechnungsstabellen von Daten berücksichtigt.

Die sog. „C14-Methode“ (Radiokarbonmethode) ist eine Methode, mittels derer die Halbwertszeit des Zerfalls von radioaktivem Kohlenstoffs C14 in organischen Massen ermittelt wird, was es ermöglicht die Zeit zu bestimmen, die vom Augenblick des Absterbens eines Objekts (gefällter Baum oder Tod eines Lebewesens) bis zur heutigen Zeit verflossen ist. Für die Entdeckung dieser Methode erhielt Willard Frank Libby im Jahre 1960 den Nobelpreis.

Das ganze Maya-Datum „12.19.11.0.15 3 Men 3 Kayab“ würde demnach laut GMT-Korrelation unserem Datum vom „Dienstag zum Hlg. Matthias, den 24. Februar anno 2004“ entsprechen.

Über die Konvertierung und die Wechselbeziehung von Zeiten und über UTC

Der Julianische Tag beginnt am Mittag der Weltzeit, das heißt, dass die neue Zahl des Julianischen Tags um 12.00 anbricht (am Mittag, nicht um Mitternacht!). Deshalb ist die Nummer des Julianischen Tags vor Mitternacht z.B. 2000000,46 und nach Mitternacht 2000000,53.
Ein Tag der Woche bindet sich an den Julianischen Tag in der Spanne von -0,5 bis +0,5. Das heißt, dass zum Beispiel der Donnerstag von 2000000,5 bis 2000001,4999999 dauert.

Auch diese Zeit muss ihren festen Ausgangspunkt haben, hierbei geht es uns jetzt nicht um den Beginn der Zeitrechnung, sondern um die „Anrufung des Mittags“. Die Tageszeit kann man am Stand der Sonne, oder in Beziehung zu einem entfernten Stern im Weltall bestimmen. Die Prozedur ist kompliziert und die Ergebnisse selbstverständlich unterschiedlich. Deshalb wurde die sog. „Koordinierte Weltzeit UTC (Universal Time Coordinate) festgelegt, die für unsere Zwecke bis auf einige unwesentliche und von uns kaum wahrnehmbare Differenzen (in Sekunden) nahezu übereinstimmend mit GMT ist. Mit GMT ist hier nicht die Korrelation laut Goodman-Marinez-Thompson gemeint, sondern die Greenwich Mean Time.
Dabei sei nicht vergessen, dass wir in unserer östlichen Länge um eine Stunde voraus sind und während der Sommerzeit, sogar zwei Stunden. Deshalb bricht ein Tag im Winter in Wirklichkeit erst um 1,00 Uhr in der Nacht und im Sommer gar erst um 2,00 in der Nacht an!

Mehr zum Thema

- Bláhová, Marie, Historická chronologie, Libri, Praha, 2001.
- Willson, Robert W., Astronomical Notes On The Maya Codices, Papers Of The Peabody Museum, Cambridge, Mass., 1924.
- Tozzer, Alfred M., Landas´s Relación De Las Cosas De Yucatán, Peabody Museum, Harvard University, Cambridge, Mass., 1941.
- Makemson, Maud W., The Maya Correlation Problem, Vassar College Observatory, Poughkeepsie, N.Y., 1946.
- Makemson, Maud W., The Miscellaneous Dates Of The Dresden Codex, Vassar College Observatory, Poughkeepsie, N.Y., 1957.
- Thompson, J. Eric S., Maya Hierogylyphic Writing, University Of Oklahoma Press - Norman, 1962.
- Codex Dresdensis, Maya Handschrift Der Sächsischen Landesbibliothek Dresden, Akademie-Verlag.Berlin, 1962.
- Schlenther, Ursula, Die Geistige Welt Der Maya, Deutscher Verlag Der Wissenschaften, Berlin, 1965.
- Schele, Linda, and Freidel, David, A Forest Of Kings - The Untold Story Of The Ancient Maya, W. Morrow and Co., Inc., N.Y., 1990.