Untitled
Doslo k chybe v kodovani.

Bundel Benesch-Dekrete von 1945 Jahre

Beneš-Dekrete von 1945

Im Jahre 1945 erließ Präsident Beneš insgesamt 143 Dekrete, von denen die meisten innere Angelegenheiten der Tschechischen Republik betrafen, wie z.B. die Nationalversammlung oder die Konstituierung der Tschechischen Philharmonie, usw. (Verzeichnis der Dekrete - siehe weiter).
Von der Gesamtanzahl von 143 Dekreten betrafen nur 8 (in Worten „acht“) das Problem „Deutsche, Ungaren und Kollaboranten“, von denen noch zwei (Dekret Nr. 16/45 und 27/45) aufgehoben wurden. So verbleiben 6 Dekrete, die das Problem „Deutsche, Ungaren und Kollaboranten“ betreffen.

Das sind diese Dekrete:

- Dekret Nr. 5/45 des Präsidenten der Republik vom 19. Mai 1945 über die Ungültigkeit einzelner vermögensrechtlicher Aktionen aus der Zeit der Unfreiheit und über die nationale Verwaltung der Vermögenswerte der Deutschen, Ungaren, Verräter und Kollaboranten und einiger Organisationen und Anstalten, letzte Änderung unter Nr. 122/51 Slg.,
- Dekret Nr. 12/45 über die Konfiskation und beschleunigte Aufteilung des landwirtschaftlichen Vermögens der Deutschen, Ungaren, wie auch der Verräter und Feinde des tschechischen und des slowakischen Volkes, vom 21.6. 1945,
- Dekret Nr. 28/45 über die Besiedlung des landwirtschaftlichen Bodens der Deutschen, der Ungaren und anderer Staatsfeinde durch tschechische, slowakische und andere slawische Landwirte vom 20.7.1945,
- Dekret Nr. 33/45 über die Regelung der tschechoslowakischen Staatsbürgerschaft der Personen deutscher und ungarischer Nationalität, vom 2.8.1945,
- Dekret Nr. 71/45 über die Arbeitspflicht der Personen, welche die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft verloren haben, vom 19.9.1945,
- Dekret Nr. 108/45 über die Konfiskation des feindlichen Vermögens und die Fonds der nationalen Erneuerung 182/50 Slg.

Auf den folgenden Seiten werden zwei der Dekrete eingehender erwähnt, und dies:

- Dekret Nr. 16/45 über die Bestrafung der nazistischen Verbrecher, der Verräter und ihrer Helfershelfer sowie über die außerordentlichen Volksgerichte, durch dessen Aufhebung man zur Anwendung unnachsichtigerer Härte überging (z.B. anstatt 20 Jahren Haft laut diesem Dekret die Rückkehr zur Todesstrafe für die gleiche Straftat laut ursprünglichem Gesetz),
- Dekret Nr. 33/45 über die Regelung der tschechoslowakischen Staatsbürgerschaft der Personen deutscher und ungarischer Nationalität, vom 2.8.1945, meiner Meinung nach das Schwerwiegendste – siehe im Weiteren.

Die restlichen 5 gültigen, „Deutsche, Ungaren und Kollaboranten“ betreffenden Dekrete regeln die Konfiszierung des Vermögens der Besiegten.

Aber dazu kam es doch nach jedem Krieg - erinnert sei an den Weißen Berg (30 Jahre Krieh, an 6. November 1620 bei Prag), wo die Besiegten enthauptet, die Lebenden aus ihrem Land vertrieben und deren Besitztum konfisziert und unter den Siegern verteilt wurden.
So wurde es zum Beispiel aus solch konfisziertem, den Lichtensteinern zugeteiltem Besitztum möglich, dass diese nahezu ganz Mähren samt Schlesien in Besitz nahmen, um sich dann ihr eigenes Land zu kaufen - das Fürstentum Lichtenstein. Aber heute beanspruchen sie mit der an unseren Staat gestellten Forderung auf Aufhebung der Beneš-Dekrete die Herausgabe von ganz Mähren, das ihnen jedoch im Jahre 1919 als Ergebnis des 1. Weltkriegs konfisziert worden ist.

Aber das ist bei weitem noch nicht alles.
Die Sudetendeutschen stellen den Anspruch auf Aufhebung aller Dekrete. So z.B. auch des Dekrets. Nr. 129/45 Slg., Stück 55, über die Konstituierung der Tschechischen Philharmonie. Oder auch des Dekrets. Nr. 80/45 Slg., Stück 37, über die erneute Einführung der mitteleuropäischen Zeit. Bis in welche Zeit sollten wir nach ihrer Meinung durch die Aufhebung dieses Dekrets zurückgehen? Vielleicht bis ins Jahr 1941 bis 1945, ins Jahr der Konzentrationslager? Ist das wirklich nötig?

Lesen sie bitte weiter, welche Folgen dies hätte.